World Parkinson Congress 2016

Die Flüge nach Portland waren dank eines USD 800 Reisekostenzuschusses des WPC 2016 Travel Grant Committee gebucht, und ich durfte mich darauf freuen, am 4. World Parkinson Congress teilzunehmen.

800 USD Travel Grant

Für eine Woche an der amerikanischen Nordwestküste zweimal ca. 12 Stunden im Flugzeug zu sitzen war für den Körper mit neun Stunden Zeitunterschied und entsprechendem Jetlag eine Belastung, aber ich lernte viele inspirierende Menschen kennen und führte sehr interessante Gespräche, was die Reisestrapazen rechtfertigte. Ganz besonders berührt hat mich der WPC Chor und seine Leiterin Judith Spencer. Außerdem hatte ich dem Komitee einen Abstract angeboten (der freudig angenommen wurde) um die globale Idee virtueller Gruppen zu erörtern. Es war spannend, mich mit Betroffenen aus aller Welt vor unserem Riesenposter auszutauschen und neue Vernetzungen mit nachhause zu bringen. Der globale Auftritt von PON war erfolgreich, da ich sowohl eine amerikanische als auch eine kanadische Selbsthilfegruppe mit einer virtuellen Ebene ausstatten werde und auch einige asiatische Länder ihr Interesse bekundeten.

PON Poster Presentation at the WPC 2016
Unser Plakat für die PON Wandpräsentation hing für die Dauer der gesamten Konferenz in Portland im Oregon Conference Center – LBP37, Ausstellungshalle B, Ebene 1 – und ich stand am Freitag für Anfragen von Interessierten zur Verfügung, um alles über PON zu erklären.

Aus Österreich oder Deutschland (die Mitgliederversammlung der Deutschen Parkinson Gesellschaft e.V. fand gleichzeitig am 22. September in Mannheim statt) war leider kaum jemand in Oregon: Willi Gerschlager konnte nicht, Dieter Volc von AFFiRiS entsandte zwei charmante Kolleginnen und ich traf meinen Freund und Arzt Simon Lewis aus Sydney. Immerhin kamen fast 5.000 Teilnehmer, was sogar die Veranstalter überrascht hat, die mit 3.000 Besuchern gerechnet hatten.

Die World Parkinson Coalition hat sich den Anforderungen aber sehr gut angepasst und mit einer Schar von Freiwilligen die Großveranstaltung im schönen Oregon Convention Center reibungslos abgehalten. Über die vielen Vorträge, Einzelveranstaltungen und Poster zu berichten, würde den Rahmen sprengen. Das Programmbuch allein hatte schon 130 Seiten. Mitgebracht habe ich auch einen „Support Group Facilitator Guide“ mit praktischen Ratschlägen für Gruppenleiter von Parkinson’s Resources of Oregon.


Portlands Bürgermeister, Charlie Hales, lenkte durch eine offizielle Ausrufung die Aufmerksamkeit der „Stadt der Rosen“ für eine Woche auf Parkinson.


Unser Neurologe Simon Lewis aus Sydney und der Brite Tom Isaacs, Präsident von The Cure Parkinson’s Trust (CPT), spontan mitgeschnitten in der „Music, Movement and PD Lounge“.

Weitere visuelle Eindrücke habe ich in das PON Fotoalbum gepostet. Der WPC hat mich tief beeindruckt und ich hoffe, dass ich 2019 in Kyoto (Japan) beim 5. World Parkinson Congress wieder dabei sein kann – dann aber zu zweit.

Gerald Ganglbauer, Judith Spencer und Drummer
Gerald Ganglbauer, Judith Spencer und ein Musiker vom WPC Chor

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