Tremitas entwickelt ein „Fieberthermometer“ für Parkinson Patienten

Die Idee

Für etliche Krankheiten stehen Messgeräte zur Verfügung, die Betroffene Zuhause verwenden können. Bei Fieber stehen Fieberthermometer zur Verfügung, bei Bluthochdruck Blutdruckmessgeräte und bei Diabetes Blutzuckermessgeräte. Für Betroffene mit Parkinson stehen aber keinerlei Geräte zur Verfügung, um sich zu vermessen.

Aus diesem Grund ist das Tremitas Projekt entstanden. Die Grundüberlegung besteht darin, einen stiftförmigen Sensor zu entwickeln, der das unkontrollierbare Zittern bei Parkinson oder Essentiellem Tremor erfassen kann. Dieses Tremitas System kann ermitteln, ob das Zittern stärker oder schwächer geworden ist. Indem über einen gewissen Zeitraum Messungen durchgeführt werden, kann ein Trend ermittelt werden, wie sich das Zittern geändert hat.

Es entstehen durch dieses Projekt drei wichtige Vorteile:

  • Die Vermessung des Tremors ist außerhalb von Speziallaboren der Kliniken möglich
  • Patienten erhalten durch die Messbarkeit des Tremors die Möglichkeit sich zu vermessen und objektive Daten zum nächsten Arztbesuch mitzunehmen
  • Es kann überprüft werden, ob sich eingenommene Medikamente auf den Tremor auswirken und wenn ja, wie

Die Funktionsweise

Das Funktionsprinzip ist schnell erklärt. Bei einem Fieberthermometer drückt man auf einen Knopf, danach wird die Körpertemperatur gemessen und anschließend wird das Ergebnis auf einem kleinen Bildschirm angezeigt.

Genau demselbem Prinzip folgt auch das Tremitas System. Patienten mit einem Tremor in der Hand aktivieren den Stiftsensor, halten ihn für ein paar  Sekunden und danach wird eine Zahl am Bildschirm ausgegeben. Dieser einfache Wert gibt an, wie stark die Hände gezittert haben. Betroffene können so oft wie gewünscht messen und aus den Ergebnissen eine Verlaufsbeobachtung für sich selbst und für Ärzte zusammenstellen. Steigt der Messwert, so wurde auch das Zittern stärker und umgekehrt. Bleibt der der Messwert ungefähr gleich, so hat sich das Zittern nicht verändert.

Der Projektstatus

In diesem Jahr wurde unter der Leitung von Frau ao. Univ.-Prof. Dr. Petra Schwingenschuh an der Medizinischen Universität Graz eine klinische Studie mit dem Tremitas System durchgeführt. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der Stift nicht nur gleich gut wie die derzeit verwendeten klinischen Geräte messen, sondern dass die Messergebnisse auch eine starke Verbindung zu den ärztlichen Tremoreinschätzungen zeigen. Entsprechende wissenschaftliche Publikationen werden ab 2017 veröffentlicht. Das Tremitas System wird ab November 2016 entwickelt und wird voraussichtlich Ende 2017 auf dem Österreichischen Markt erscheinen.

Unterstützung bei der Entwicklung wird benötigt

Parallel zur klinischen Studie gibt es auch intensive Gespräche mit Betroffenen und Selbsthilfegruppen, was das fertige Tremitas System können sollte. Dabei geht es um Themen wie Funktionalität, Datenspeicherung und Design.

Zurzeit steht eine Vorversion des fertigen Produktes im Rahmen einer kleinen Serie zur Verfügung. Wir sind auf der Suche nach interessierten Betroffenen, die einen dieser Teststifte zusammen mit einem Computerprogramm testen wollen. Dieses System vermisst den Tremor und zeigt mittels Programm Statistiken zu Einzelmessungen und Verläufen.

Es stehen noch rund 10 Stifte zur Verfügung und wir würden uns sehr freuen, wenn Interessierte das System testen und beurteilen würden. Das Testsystem wird selbstverständlich kostenlos zur Verfügung gestellt, für eine Teilnahme wird ein Computer mit einem Windows Betriebssystem 8 oder neuer und die Unterzeichnung eines gegenseitigen Haftungsausschlusses benötigt.

Das Ziel dieser Testphase ist es so viele Meinungen und Kritiken in die Entwicklung des finalen Produktes wie möglich einfließen zu lassen, damit das zukünftige Tremitas System nicht nur für Betroffene mit Parkinson entwickelt wird sondern auch mit Betroffenen.

Bei Interesse an einem Teststift oder Fragen freuen wir uns auf eine Kontaktaufnahme Ihrerseits unter:

office@tremitas.com    www.tremitas.com

Das Team von Tremitas

Neuer Raum in Puntigam

Die neue Selbsthilfe Kontaktstelle bietet uns ihre Räumlichkeiten an und so haben wir endlich ab September wieder fixe Plätze für Vorstandssitzung und den Steirertreff REAL.

NEU! 8020 Graz, Lauzilgasse 25, 3. OG barrierefrei (Eingang neben Twins Fitnessstudio)
Erreichbar mit Straßenbahn Linie 5 Station Lauzilgasse

Wir können dort wieder unsere Bibliothek einstellen, die Küche benutzen und es gibt einen Kaffeeautomaten, WLAN sowie Beamer und Monitor. Auch Ausdrucke oder Kopien übernimmt die Selbsthilfe.
Termin bleibt gleich wie bisher immer am 2. Donnerstag im Monat, fixiert sind nun einmal die Daten bis Jahresende und zwar:

Am 8.9.2016, 13.10.2016, 10.11.2016
Vorstand 14:00 bis 15:00 Zimmer 3.03
Steirertreff REAL 15:00 bis 17:00 Zimmer 3.09

8.12.2016
(weil Feiertag) 14:00 bis 17:00 Zimmer 3.09

Selbsthilfe logo
Der Steirertreff REAL macht im August Ferien und freue ich mich schon euch alle wiederzusehen am 8. September zur Einweihung des neuen Steirertreff REAL in der Lauzilgasse.

Skype auch am Handy

Skype muss überall drauf sein, aber bitte nur mit einem Account unter deinem richtigen Namen.

Man maximiert das Skype Erlebnis, wenn man immer (24/7) online ist. Und das geht am besten mit verschiedenen Geräten die denselben Account verwenden, nämlich nur deinen! Zuhause hast du sicher einen großen Bildschirm am Schreibtisch, für Unterwegs einen Laptop oder ein Tablet und natürlich überall dein Handy. Wenn du schläfst sind deine Geräte wach, aber auf lautlos! Und Nachrichten liest du dann zum Frühstück.

Setze Favoriten für deine Gruppen und verlasse die Konversation niemals, wenn du weg gehst.

Ein Verlassen würde bedeuten, deinen Favoriten zu löschen (man kann und soll private Gruppen nicht finden können) und du musst von einem Moderator wieder neu eingeladen werden. Wenn du also nicht am Gerät bist, leuchtest du away und damit wissen alle, dass du im Moment nicht zuhörst aber die Konversation nachlesen könntest, wenn es dich interessiert.

Du musst ja auch nicht immer gleich antworten, aber du willst vielleicht in eine heiße Diskussion um 5 Uhr Früh deinen Standpunkt einbringen 🙂 Wenn du Hilfe brauchst, frag mit diesem Formular nach, oder bring dein Gerät (Laptop, Tablet, Handy etc.) zum nächsten REAL Treff mit. Du wirst überrascht sein, wie einfach und logisch das alles ist, wenn man sich gegenseitig dabei hilft 🙂

Und nicht vergessen die Skype Apps auf jedem Gerät immer in neuester Version zu verwenden.

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REHA Bad Radkersburg

Aus dem runden Tisch

wurde heute ein voller Raum und Herr Direktor Prim. Dr. Kubik nahm sich viel Zeit erst einmal das Allerwichtigste sehr komprimiert rund ums Thema Parkinson aufzuzeigen und zu erklären und beantwortete im Anschluss geduldig viele Fragen von Betroffenen.

Zur Rehabilitation in Bad Radkersburg

betonte er die unterschiedlichen Bedürfnisse von Schlaganfall- und Parkinson Patienten, denn während beim Schlaganfall Patienten die Bewegungsabläufe neu erlernt werden müssen sind diese beim Parkinson Patienten vorhanden und müssen nur abgerufen und durch übergroße Übungen wieder geläufig gemacht werden.

REHA - 4 Aber auch bei den Parkinson Patienten selbst wird auf jeden einzelnen eingegangen wie eben auch der Parkinson bei jedem anders auftritt. Nur Übungen zum Gleichgewicht sind für alle gleichermaßen von Wichtigkeit.

Wie es der Zufall wollte, ist auch gerade der Obmannstellvertreter des Landesverbandes Vorarlberg auf REHA hier und er begründete seinen Aufenthalt damit, dass es in der Steiermark halt so gemütlich wäre. Wir freuen uns. Danke!

REHA - 2 Als kleines Dankeschön durfte ich der REHA Klinik Maria Theresia eine bunte Schnecke (in Öl) überreichen und mit einem kurzen Video begleitend die Selbsthilfegruppe Parkinsonline vorstellen.

Das allgemein frohe Treffen rundete eine Musiktherapie bei Lisa Tomantschger ab wobei „Lady in black“ und „You’ve got a friend“ enthusiastisch und opernreif artikuliert wurden.

REHA - 3 Der schöne Nachmittag endete mit Sonnenschein und einem Temmel-Eis. Gerne kommen wir wieder.

Die REHA Klinik Maria Theresia in Bad Radkersburg empfiehlt sich.

Parkinson Round Table

Am Montag, den 13. Juni 2016 wird auf meinen Vorschlag hin ein Round Table für uns Parkinson Betroffene in der Klinik Maria Theresia in Bad Radkersburg abgehalten.

Der ärztliche Leiter der REHA Klinik, Prim. Dr. Wolfgang Kubik (Foto), wird Fragen beantworten, Parkinsonline (PON) die freundliche Parkinson Selbsthilfe, wird von Uli Sajko (PON Generalsekretär) vorgestellt, und wir lernen einander zum Austausch kennen.

Der Round Table beginnt gleich nach dem Mittagessen um 13 Uhr. Die elf Betroffenen, die zur Zeit auf REHA in der Klinik sind, so wie alle Interessierten aus der wunderschönen südsteirischen Umgebung sind herzlich eingeladen.

Uli Sajko übergibt ein Bild als Geschenk von Parkinsonline an Prim. Dr. Kubik

Flohmarkt 2016

Also Aufstehen um halb 4 Uhr morgens, das ging ja noch weil ich sowieso ein Frühaufsteher bin, aber was sich um halb 5 Uhr morgens am Samstag am Cineplexx-Parkplatz abspielt ließ mich staunen.

Zwei Kofferräume voll mit Waren
Zwei Kofferräume voll mit Waren

Überall sind schon Tische aufgestellt und obwohl der Mond am Himmel steht und es noch stockdunkel ist suchen die ersten Profis mit Taschenlampen nach Schnäppchen. Franz war bereits um viertel 4 Uhr vor Ort um unseren Standplatz zu besetzen und wir beide beginnen unsere Autos zu leeren und die Waren aufzulegen. Wolfgang und Ingrid kommen um halb 6 Uhr und es gibt Frühstück. Mmmmmh das schmeckt!

Wir mussten früh aufstehen
Wir mussten früh aufstehen

Und immer wieder Käufer oder Menschen, die unser Angebot mit erfahrenen Blicken begutachten. Wir haben schon ein wenig eingenommen als der Blick auf die Uhr halb 8 Uhr morgens zeigt. Der Tag wird lang und die Füße tun schon weh. Außerdem scheint uns Vieren die Sonne schweißtreibend ins Gesicht was aber Ingrid nicht daran hindert, neu und wieder anders zu dekorieren und damit Blickfänge zaubert, an denen die Käufer nicht vorbei können. Franz als erfahrener Flohmarktgeher ist der beste Verkäufer und feilscht um jeden Cent. Die Kassa füllt sich Euro um Euro aber es ist zäh. Die Gebrauchsgegenstände verkaufen sich, die schönen alten Dinge, die man nicht unbedingt zum Leben braucht bleiben zurück. Eine Stehlampe um 5 Euro? Um halb 12 Uhr Mittag und müde wird sogar dieser Preis akzeptiert und das Einpacken zeigt, dass sich doch einige Schachteln geleert haben.

Flohmarkt3Was über ist kommt zu Franz ins „Lager“. Sonnengebräunt und schläfrig trennen wir uns nach einem Gemeinschaftserlebnis der anderen Art und mit dem stolzen Gewinn von €300.— DANKE! allen Spendern und Käufern aber vor allem Franz, Wolfgang und Ingrid für ihre Zeit und ihre Bereitschaft mitzuhelfen.

Jeder Euro kommt letztlich der Parkinson-Selbsthilfe zu Gute.

Ware für den nächsten Flohmarkt wird laufend angenommen. Kontakt: Franz Pennauer franz.pennauer@parkinsonline.info

Hello world!

Es geht los. Unser PDF Newsletter ist nun ein BLOG. Der Newsletter von Parkinsonline, der freundlichen Parkinson Selbsthilfe (PON) Österreich. Mehr Information, mehr Kommunikation, mehr erfahren, was sich tut bei PON. Mit Terminen und Einladungen zu REAL Treffs, Vor- und Rückschau auf Veranstaltungen und was Betroffene sonst noch brauchen.

ParkinsonLesen erscheint ONLINE und wird in Echtzeit veröffentlicht. Unsere OFFLINE Mitglieder erhalten den Newsletter für 10 Euro pro Kalenderjahr extra mit der Post, d.h. der Mitgliedsbeitrag für diejenigen, die (noch) nicht ONLINE sind, beträgt 25 statt 15 Euro.

Newsletter als auch BLOG wurde von Gerald Ganglbauer gestaltet und wird von Uli Sajko redaktionell betreut. Beiträge sind willkommen. Welcome to WordPress.