Das Abenteuer Dillingen

7:45 Abfahrt aus Graz. Es ist nicht die Uhrzeit, die nervös macht, sondern die Länge der Reise. Fast 8 Stunden bis Günzburg, wo der EC nach Düsseldorf hält. Wir werden abgeholt von einem der vielen lieben Helfer Gisis und sicher nach Dillingen gebracht, wo schon alle auf die Össis warten.

Gue, Uli, Anni und Siegi gut gelaunt
Wunderschöne Altstadt von Dillingen

Im Schweiße eines jeden Angesichts folgte nun die Stadtführung, die uns ins Schloss, dem nunmehrigen Sitz des Finanzamtes, führte wie auch in besondere Prunkräume und uns hinter sonst für die Allgemeinheit verschlossene Türen blicken ließ. Kurze Kneipptipps und Historisches noch im Park – man war in Eile –  Oberbürgermeister Frank Kunz wartete schon.

In seiner jugendlichen Lockerheit schwärmte er für seine Kreisstadt und fand immer wieder und noch mehr Worte sie und seine Arbeit zu rühmen. Er tat es mit Charme und erhielt dafür ein buntes Dillingen in Öl(farben), das möglicherweise versteigert werden soll und der Erlös Gisis Gruppe zu Gute kommen wird.

Alois, der Mann vor Ort
Oberbürgermeister Kunz mit Bildgeschenk

Der Organisator vor Ort und Kümmerer für alle Angelegenheiten ist Alois. Auch ihm wurde herzlich gedankt. Der Präsident von PON, Gerald Ganglbauer, leider verhindert, ließ das druckfrische Exemplar des Gerschlager II Buches an Gisi überreichen und Astrid hatte für alle Teilnehmer der ersten beiden Treffen ein eindruckstarkes Fotobuch gestaltet, das ich im Namen aller übernehmen durfte.

Abends war schließlich dann auch er da. Dr. Ronald Saurugg war mit seinem Sohn Leopold nach Dillingen gekommen und hatte ein ganzes Alphabet im Gepäck: Das ABC der ergänzenden Maßnahmen bei Parkinson. In seinem sehr locker und verständlich gehaltenen Vortag erklärte und ergänzte er mit Beispielen die vielen Bereiche, in denen Parkinson Betroffene abseits aller Medikamente für sich etwas Gutes tun können.

Sohn Leopold gefällt es in Dillingen
Dr. Saurugg und sein ABC

Die Ausdauernden setzten sich dann noch auf die Terrasse um den langen Sommertag ausklingen zu lassen, andere suchten ihr Kopfkissen, um für den 2. Tag Dillingen gerüstet zu sein.

Das Saurugg ABC

Das Alphabet begann am Samstag mit einem gemütlichen F wie Frühstück, dem folgte ein B wie Bus und auf ging es in flotten 90 Minuten zum Brombachsee, wo ein ungewöhnliches SCH wie Schiff mit uns eine Runde drehte. Auffallend waren die allseitig gepflegten Strände, die zum Baden und verweilen einluden, atemberaubend die Kunststücke der Leute in Neopren, die versuchten mit ihrem Schi und dem Gleitschirm übers Wasser zu jagen, entspannend der kühlende Wind an Bord und wohltuend die Gespräche. Bei der Ankunft im Hafen dann eine böse Überraschung:  Frau über Bord. Eine Dame hatte das Schiff wohl irrtümlich bei einer anderen Ausstiegsstelle vorzeitig verlassen wurde jedoch gesucht, gefunden und gemeinsam ging es zurück nach Dillingen.

Unvergesslich werden mir die Kornblumen im Getreidefeld am Wegesrand bleiben

Nur kurze Verschnaufpause, dann kam das A wie Abendessen, abermals in überraschender Zusammenstellung und Menge, und der bunte Abend mit Beiträgen von Gisi und Astrid, von Beate, von mir und dem P (Irrtum! Nicht Pausenfüller) sondern vom Profi  Gue, der das Publikum einmal mehr fesselte und zum Lachen brachte.

Beim Ausklang dann die Frage an mich: „Und Uli, wisst ihr schon wo wir uns in 2 Jahren treffen?“

Es wird das deutsch-österreichische Treffen also wieder geben.  P. Wie Parkinsonline e.V. und Parkinsonline, PON.

Im Namen aller Teilnehmer  dieses und der beiden vorangegangenen Treffen bedanke ich mich bei Astrid und Gisi sehr herzlich für das mit viel Liebe zusammengestellte Fotobuch.

Hier noch der link zum Film „Dillingen an der schönen, blauen Donau“ Uli Sajko

Ein schreckliches Feuer vernichtet nur wenige Wochen nach unserem Besuch das Rathaus von Dillingen. Auch das überreichte Bild wird ein Raub der Flammen. Hier ein Video das auf Youtube zu sehen ist.

 

Was kostet die Selbsthilfe?

Mitgliedsbeitrag im Fokus

Es ist gut dabei zu sein.

Unter Selbsthilfe verstehe ich meine Erfahrungen mit der Erkrankung Parkinson weiterzugeben und jene der anderen für mich zu nutzen.

Beides verlangt Zeit. Kein Geld. Wozu also einen Mitgliedsbeitrag leisten?

Ich nehme die Vorschreibung der Mitgliederbeiträge zum Anlass, diese zu hinterfragen.

Wofür wenn eh nix g’schiacht? war eine Rückmeldung.

Nun gibt es die vielen Mindestpensionisten, die Monat für Monat jeden Euro umdrehen müssen um über die Runden zu kommen, da ist jeder Euro  verplant, da ist kein Spielraum für einen Mitgliedsbeitrag egal ob dieser €15 oder € 25 oder gar mehr beträgt.

Muss man sich also Selbsthilfe leisten können? Denn ohne Beitrag kein Mitglied. So steht es in den meisten Statuten. Und diese wiederum sollten gewährleisten, dass alle Mitglieder die Verwendung ihres Beitrages nachverfolgen können.

Ja wenn eh nix gschiacht, was fallen denn dann für Kosten an?

Muss man sich auch eine Mitarbeit in der Selbsthilfe leisten können? Mir fallen da Kosten für Papier, Toner, Briefmarken ein … doch doch! Auch bei einer online Gruppe wie PON gibt es die und schließlich bezahle ich diese Dinge aus meiner Tasche.

Selber schuld. Muss ich ja nicht. Doch dafür Mitgliedsbeiträge zu verwenden, käme mir nie in den Sinn. Ich möchte etwas bewegen, gemeinschaftliche Erlebnisse organisieren, um zu zeigen: Seht her! Parkinson! Na und?

Ob etwas geschieht oder ob tatsächlich gar nix passiert, kann nur jemand beurteilen, der auch teilnimmt, der sich einbringt, der Interesse hat. Und dieser mag dann auch kritisch sein.

Mit dem Mitgliedsbeitrag kann man sich keine Selbsthilfe erkaufen. Da habt’s mein Beitrag und jetzt macht’s was G’scheit’s geht am Verständnis für Selbsthilfe weit vorbei.

Zusammen gefasst also kostet die Selbsthilfe etwas aber sie darf keine Belastung für kranke Menschen mit kleinen Brieftaschen darstellen.

Bei PON sind alle jene, die GIS befreit sind, auch vom Mitgliedsbeitrag befreit. Diese Lösung wäre österreichweit umsetzbar ohne irgend einen Verband an den Rand des Ruins zu treiben.

Selbsthilfe kann gratis sein aber niemals umsonst

Und am schönsten – viel schöner als jedes Geld – ist ein freundliches, erfreuendes Lächeln, dir, mir, an wen auch immer. Und dieser Glücksmoment ist für mich Selbsthilfe.

Ein DANKE! allen Beitragszahlern aber auch all jenen, die in welcher Form auch immer die Parkinson Selbsthilfe mittragen und ihr damit Gesicht und Gestalt geben. Es ginge noch besser. Doch lassen die Kräfte nach. Aber –

Es ist gut dabei zu sein.

Uli Sajko, PON Sekretär

 

 

Unsere Leser

Wenn man eine Homepage mit über 100 Seiten baut, interessiert natürlich immer, ob und wer das alles liest und wie zufrieden Besucher kommen und gehen. Dafür stehen jedem Betreiber professionelle Werkzeuge zur Verfügung, die Statistiken erstellen und analysieren.

Grafik unserer Statistik vom letzten Jahr bis zum heutigen Tag (16.1.2017)

Parkinsonline.info steht in dieser Grafik sehr gut da mit Spitzen von 39.435 Hits und 4.486 Besuchern, aber man muss sich die Zahlen noch genauer ansehen.

Monatliche Besucherzahlen und täglicher Durchschnitt

Hier wird erst deutlich, dass jeden Monat zwischen 1.500 und 2.500 Menschen unsere Homepage besuchen (der Jänner ist erst zur Hälfte um), was insgesamt 36.806 Besucher im letzten Jahr ausmacht, die sich 130.960 Seiten angeschaut haben. Und es werden immer mehr.

Dafür lohnt sich der immense Aufwand an ehrenamtlicher Arbeitszeit, denke ich, und arbeite schon an meinem nächstes Projekt, Parkinsong Duets.

Das war das PON-Jahr 2016

Bewusst Bilder – kunterbunt zusammen gemischt – in rascher Abfolge aneinander gereiht, so präsentiert sich das zu Ende gehende PON Jahr und lädt zum Erinnern ein. Und keine Musik begleitet durch diese 3 Minuten sondern gesprochene Gedanken.

Advent ist die Zeit des Wartens und der Ankunft. Möge dieses Video kurzes Innehalten bringen, ein Loslassen für den Moment, ein Nacherleben in Erinnerung oder ein Lust machen auf MEHR.

Was jeder dazu tun kann ist wenig doch das Erreichte beglückt und wird zu einem erfolgreichen Projekt  durch die Vielzahl der Menschen, die dazu beitragen.

Wir sind alle Parkinson Betroffene. Und wir gehen Seite an Seite. Nicht im Gleichschritt und schon gar nicht gleich schnell, nicht in die gleiche Richtung und nicht Hand in Hand aber auch nicht gegeneinander agierend. Weil es braucht alle Kraft für diese Diagnose, um für Verständnis zu werben, um Wissen zu verbreiten und damit Schmähungen hintanzuhalten, um Anstöße zu geben, weiter zu forschen, damit irgendwann diese Krankheit heilbar wird oder nicht mehr auftritt.

Was und wieviel in diesem Jahr PON davon geschafft hat mag jeder für sich beurteilen doch gilt es, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Weiter und weiter und wenn es nur eine Reihe von Bildern ist die motivieren will.

Und wir gehen den Weg …

 

Skype auch am Handy

Skype muss überall drauf sein, aber bitte nur mit einem Account unter deinem richtigen Namen.

Man maximiert das Skype Erlebnis, wenn man immer (24/7) online ist. Und das geht am besten mit verschiedenen Geräten die denselben Account verwenden, nämlich nur deinen! Zuhause hast du sicher einen großen Bildschirm am Schreibtisch, für Unterwegs einen Laptop oder ein Tablet und natürlich überall dein Handy. Wenn du schläfst sind deine Geräte wach, aber auf lautlos! Und Nachrichten liest du dann zum Frühstück.

Setze Favoriten für deine Gruppen und verlasse die Konversation niemals, wenn du weg gehst.

Ein Verlassen würde bedeuten, deinen Favoriten zu löschen (man kann und soll private Gruppen nicht finden können) und du musst von einem Moderator wieder neu eingeladen werden. Wenn du also nicht am Gerät bist, leuchtest du away und damit wissen alle, dass du im Moment nicht zuhörst aber die Konversation nachlesen könntest, wenn es dich interessiert.

Du musst ja auch nicht immer gleich antworten, aber du willst vielleicht in eine heiße Diskussion um 5 Uhr Früh deinen Standpunkt einbringen 🙂 Wenn du Hilfe brauchst, frag mit diesem Formular nach, oder bring dein Gerät (Laptop, Tablet, Handy etc.) zum nächsten REAL Treff mit. Du wirst überrascht sein, wie einfach und logisch das alles ist, wenn man sich gegenseitig dabei hilft 🙂

Und nicht vergessen die Skype Apps auf jedem Gerät immer in neuester Version zu verwenden.

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Parkinson Round Table

Am Montag, den 13. Juni 2016 wird auf meinen Vorschlag hin ein Round Table für uns Parkinson Betroffene in der Klinik Maria Theresia in Bad Radkersburg abgehalten.

Der ärztliche Leiter der REHA Klinik, Prim. Dr. Wolfgang Kubik (Foto), wird Fragen beantworten, Parkinsonline (PON) die freundliche Parkinson Selbsthilfe, wird von Uli Sajko (PON Generalsekretär) vorgestellt, und wir lernen einander zum Austausch kennen.

Der Round Table beginnt gleich nach dem Mittagessen um 13 Uhr. Die elf Betroffenen, die zur Zeit auf REHA in der Klinik sind, so wie alle Interessierten aus der wunderschönen südsteirischen Umgebung sind herzlich eingeladen.

Uli Sajko übergibt ein Bild als Geschenk von Parkinsonline an Prim. Dr. Kubik

Hello world!

Es geht los. Unser PDF Newsletter ist nun ein BLOG. Der Newsletter von Parkinsonline, der freundlichen Parkinson Selbsthilfe (PON) Österreich. Mehr Information, mehr Kommunikation, mehr erfahren, was sich tut bei PON. Mit Terminen und Einladungen zu REAL Treffs, Vor- und Rückschau auf Veranstaltungen und was Betroffene sonst noch brauchen.

ParkinsonLesen erscheint ONLINE und wird in Echtzeit veröffentlicht. Unsere OFFLINE Mitglieder erhalten den Newsletter für 10 Euro pro Kalenderjahr extra mit der Post, d.h. der Mitgliedsbeitrag für diejenigen, die (noch) nicht ONLINE sind, beträgt 25 statt 15 Euro.

Newsletter als auch BLOG wurde von Gerald Ganglbauer gestaltet und wird von Uli Sajko redaktionell betreut. Beiträge sind willkommen. Welcome to WordPress.