Summer School, was ist das?

Sommerschule für junge Neurologen
Juli 21-23, 2017 – Marburg, Deutschland

www.junge-neurologen.de

Die MDS-European Section Sommerschule für junge Neurologen ist eine Gelegenheit für diese eingehende Anleitungen von international anerkannten Bewegungsstörungen Experten zu erhalten.

Die Studierenden können an Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit Fragen und Antworten teilnehmen und haben die Möglichkeit, Patienten mit Bewegungsstörungen zu untersuchen und eine Differentialdiagnose mit den internationalen Experten zu absolvieren. Die Studierenden präsentieren ihre eigenen Fallstudien-Videos zu kleinen Gruppen für Diskussionen und Kritik und werden in Gruppenpräsentationen und Falldiskussionen involviert sein.

Gisi Steinert war eine der Patientinnen. Hier ihr Bericht:

Ich war eingeladen zur Summer School nach Marburg zu kommen.

Nach einem kleinen Mittagessen ging es los. Insgesamt 48 Studenten und angehende Ärzte/Ärztinnen, 18 Patienten und 12 namhafte Ärzte, u.a. Dr. Bloem aus den Niederlanden, Prof. Oertel aus Marburg, Prof. Deuschel, Dr. Birk usw. waren da.

Es wurden Gruppen gebildet und jeder Patient bekam einen Arzt zur Seite. Ich hatte Glück und bekam Doktor Bloem. Er ist Spezialist für Bewegungsstörungen. Den Nachmittag über kamen insgesamt sechs Teams zu uns. Ein Team bestand immer aus 3-4 Assistenzärzten die ihre Diagnose abgeben sollten zu meinem Krankheitsbild oder die sagen sollten was ihnen auffällt und die auch bestimmte Untersuchungen machen sollten und dann gesagt bekamen was sie falsch gemacht haben und wie es richtig geht. Also es war schon sehr sehr interessant das Ganze dann. Auch wurden sie immer danach gefragt, welche Behandlungsmethode aus ihrer Sicht die richtige wäre.

Das waren sehr lehrreiche Stunden und ich habe auch noch dazugelernt. Einige der Studenten waren schon fast Ärzte, andere noch ziemlich zurückhaltend. Sie sollten z.B. einen Bradykinese Test, einen Gang Test oder auch Freezingtest machen. Das interessante war, dass mich dabei 90% durch eine Tür schicken wollten, der eigentliche Test aber darin bestand, dass ich mich einmal um meine eigene Achse drehen musste und man das Freezing an den Fußbewegungen sah.

Fazit:
Besser als auf so einer Veranstaltung profitiert man nirgends davon.

Die Studenten von uns und von ihren Ärzten.
Die Ärzte von uns und wir von den Ärzten.

10. Parkinsoniáda in Dubňany

Auch die Ankündigung, dass es heuer die letzte Parkinsoniade sein könnte, die das tschechische Team organisiert, konnte nicht mehr österreichische Teilnehmer nach Dubňany locken als jene 11, die sich an dieses sportliche Abenteuer  wagten.

Nun. Wer wagt gewinnt! Ein Sprichwort, das wohl nicht ganz wörtlich zu nehmen ist. Dennoch.

Egal ob mit Medaille heimgefahren wurde oder großteils ohne … für alle war das Zusammenkommen vor allem mit den eigenen Leuten das schönste an diesen drei Tagen. Sich wieder zu sehen, sich an gemeinsam Erlebtes zurück zu erinnern, oder einfach nur zu plaudern, wir alle genossen das Wiedersehen.

Auch wenn – und das war nicht zu übersehen – die Erkrankung uns alle gezeichnet hat. Und dennoch. Keiner und keine ließ sich davon abhalten, sein oder ihr Bestes zu geben, wie Hermine und Franz, die leidenschaftlich Tischtennis spielten, und nur Hermines Einsatz  mit Gold belohnt wurde, während Franz sich heuer mit Platz 4 zufrieden geben musste, Charly, der Gold im Hockey gewann und auch den Simultanspieler  im Schach besiegte, Hannes errang Bronze (in welchem Bewerb? Ich werde es nachtragen) und ich? Ich durfte auch neben dem Treppchen stehen  als gute 4. im Hockey und zufrieden ganz allgemein mit meiner Leistung.

Die sprachlichen Probleme treten immer deutlicher zu Tage, die uns Österreicher zu Statisten machen, die brav zuhören ohne zu verstehen und sich auch gegen unklare Entscheidungen nicht  wehren können wie Zäzilia, die den gewonnenen 3. Platz wieder abgeben musste.  Letztlich gilt hier doch immer der  olympische Gedanke der Teilnahme. (weh tuts trotzdem)

Ich musste meine Leistungsgrenzen auch zur Kenntnis nehmen wie auch Inge, der einmal mehr gedankt werden soll  für ihren unermüdlichen Einsatz um die Parkinsoniade samt Fähnchen nähen und Vorfinanzierung. Die 10 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, war einmal die Stiege voll mit Teilnehmern beim Gruppenfoto so haben wir heuer die Bank mit MS Kranken aus Brno geteilt und es sind genau diese kurzen Momente des Austausches mit anderen Menschen egal ob aus Tschechien, Polen oder der Slovakei, ein scheues Lächeln, eine freundliche Begrüßung, ein Schulterklopfen, die diese Parkinsoniade zu eben diesem Erlebnis machen.

Wir haben uns tapfer geschlagen, sind wieder, ich hoffe gut,  nach Hause gekommen, und werden wir noch lange von diesen Erlebnissen zehren. Ein paar Bilder habe ich zum Laufen gebracht. Uli Sajko Hier der link: